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Bewegte Freizeiten als Referenzen institutioneller Bildung

Dass Schulsport in Beziehung zu den Freizeiten von Kindern und Jugendlichen stehen sollte, darüber besteht heute weitestgehend Einigkeit, erinnern doch die zentralen Begriffe sportdidaktischer Diskurse oft an einen Übertrag des institutionell Erlernten auf das freizeitlich Praktizierte. Demnach sollen sich die schulisch erworbenen Kompetenzen gerade im Leben außerhalb von Bildungseinrichtungen nutzen lassen und Handlungsfähigkeit zeigt sich beim informellen Basketballspiel ebenso wie beim Training im Fitnessstudio. Die Freizeit junger Menschen dient aber nicht nur als Folie für einen lebensweltlich vorbereitenden Unterricht, sondern ebenso als Referenz in Bezug auf relevante – kindgerechte oder jugendtypische – Inhalte. Das Thema Trendsport ist in diesem Kontext in den letzten 20 Jahren wohl das populärste Beispiel. Wenn kindliche und jugendliche Freizeiten als Referenzen von Bildung fungieren, stellen sich in erzieherischen Institutionen sowohl Fragen der adäquaten Vorbereitung als auch der freizeitgerechten Thematisierung. Nach zuletzt verstärkter Konzentration der Scientific Community zur Wirksamkeit von Unterricht, möchten wir gemeinsam über den Sportunterricht der 2020er-Jahre sprechen, aber auch die Zukunft anderer Bildungseinrichtungen (z. B. Kindergarten, Soziale Arbeit) diskutieren. Wie sollte institutioneller Kinder- und Jugendsport aussehen, wie finden sich die kontingenten Freizeiten junger Menschen darin wieder und wie vermittelt man zwischen Institution und Freizeit?

Die Jahrestagung der DGfE-Kommission Sportpädagogik findet vom 28. bis 30.11.2019 im Schloss Waldthausen in Mainz statt. Organisiert wird die Veranstaltung von der Abteilung Sportpädagogik/Sportdidaktik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Leitung: Prof. Dr. Tim Bindel). Gerahmt wird das Tagungsprogramm von mehreren Einzelvorträgen der Tagungsteilnehmenden sowie durch drei eingeladene Hauptvorträge.

Als Hauptvortragende dürfen wir begrüßen:

  • Prof. Dr. Stefan Aufenanger (Johannes Gutenberg-Universität, Mainz)
  • Prof. Dr. Ina Hunger (Georg-August-Universität, Göttingen)
  • Prof. Dr. Jürgen Schwier (Europa-Universität, Flensburg)

Beitragsanmeldung

Alle Kolleginnen und Kollegen (insbesondere auch der Nachwuchs), sind herzlich dazu eingeladen, sich am wissenschaftlichen Programm zu beteiligen und werden um die Einreichung von Beiträgen bis zum 01.09.2019 gebeten. Die Begutachtung der Beiträge und eine Rückmeldung über die Annahme dieser erfolgt bis zum 15.10.2019. Der „Early-Bird-Tarif“ gilt bis zum 20.10.2019.

Alle Beiträge werden durch das Wissenschaftliche Komitee und weitere externe Reviewer begutachtet, wobei neben der inhaltlichen Passung zum Tagungsthema auch die wissenschaftliche Qualität der Beiträge von Belang ist. Für die Einzelbeiträge sind 40-minütige Slots eingeplant, dabei sind für den Vortrag 25 Minuten und die Diskussion 15 Minuten vorgesehen.

Formale Hinweise

Einzelvortrag: Abstracts können in deutscher oder englischer Sprache im docx Format eingereicht werden. Eine Formatvorlage finden sie hier.

Die Anmeldung und Einreichung läuft über Converia und ist hier abrufbar.