GIG 2019: Übersetzen – Vermitteln – Repräsentieren

Die Beschäftigung mit Phänomenen der Translation (Übersetzen und Dolmetschen) bietet die Möglichkeit, über grundlegende Fragen des interkulturellen Vermittelns und Probleme des Repräsentierens nachzudenken. Translation ist eine besondere Form des Vermittelns und geht oft mit der Intention einher, das Fremde im eigenen kulturellen Kontext nachvollziehbar und begreifbar zu machen. Doch welches Bild des Anderen wird in diesem Vermittlungsprozess konstruiert? Welche kulturellen, sprachlichen, kognitiven Grenzen werden durch ihn vorausgesetzt, ausgehandelt, verschoben, gezogen, aufgehoben? Welcher Diskurse bedient man sich dabei und welche Rolle spielen einzelne Akteure?

Die Interkulturelle Germanistik kann helfen, diese für die Übersetzungsforschung zentralen Fragen zu bearbeiten. In der Beschäftigung mit Aspekten der Translation und des Vermittelns steckt zugleich erhebliches Potential für die interdisziplinäre Vernetzung der Interkulturellen Germanistik.

Die Organisatoren wünschen sich Beiträge, die den Themenkomplex „Übersetzen – Vermitteln – Repräsentieren“ in seinen unterschiedlichsten Facetten aufgreifen und auf dieser Grundlage einen Dialog zwischen Germanistik und Übersetzungs­for­schung anregen. Die Tagung ist als interdisziplinäre Plattform gedacht. Themen der (nach Möglichkeit: translationsorientierten) Fremdsprachen- und Literaturdidaktik, der Sprachwissenschaft sowie der interkulturellen Literaturwissenschaft sollen eben­falls Berücksichtigung finden. Ferner sind Beiträge erwünscht, die Fragen zur Zukunft des Deutschen als internationaler Kommunikations- und Wissenschaftssprache be­handeln.

Die Vorträge dürfen eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten. Themenskizzen im Umfang von max. einer halben DIN-A-4-Seite (1.500 Zeichen) bitten wir bis spätestens 28. Februar über die Webseite der Tagung einzureichen.

Über die Annahme der Beitragsvorschläge wird bis 15. März 2019 entschieden.